nach dem Eigentumskongress

Hier die Zusammenfassungen von wichtigen Fragen und Statements des Events.

Das abtippen von Herrn Dr. Enkelmanns Vortrag hat durch die Tonqualität leider doch nicht funktioniert.

Kontakt von Herr Dr. Enkelmann: wd.enkelmann@ifw01.de           www.ifw01.de
Workshop Block I

 „Commons / Allmenden“ 

+Unterschied: etwas Gehört niemandem vs etw gehört sich selbst
+Was niemandem gehört, auf das wird schnell Zugriff erhoben
+Differenzierung zwischen öffentlich, gemeinschaftlich und ohne Besitzer/Eigentümer
+Bis 1917 konnte kein Araber sagen, Land wäre sein eigenes → Arabisches Recht
+Was sind vor und Nachteile von Allmenden?
+In welcher Form gab es Konflikte bei Allmenden? („Eigentumsprobleme gibt es erst, wenn zwei Leute das Selbe nutzen wollen.“)
+Früher waren „Waren“ produzierbare Dinge. Heute sind Arbeit & Land auch Waren!

„Die Enteignung des öffentlichen Raums durch privatrechtliche Verträge und Konstruktionen“

+Warum gibt es ppp? (private public partnerships)
ua indirekte Bestechung durch Vergabe von lukrativen Posten nach Politikzeit
ineffizienter staatliche Verwaltung (teils absichtlich herbei geführt?)
+Was ist ein besserer Staat? Wie kann dieser funktionieren?
→ Direktdemokratie Bewegung

+Gibt es genau ein Recht? Was sind die Quellen des Rechtes?

Mehr Infos beim Gemeingut in BürgerInnen Hand eVhttps://www.gemeingut.org/

Workshop Block II
„Wem gehört unser Geld? Vollgeldreform“
+Konsens darüber, das private Banken entmachtet werden müssen
+Zentralbank, die die Geldmenge steuert (monotär)
→ wie soll das funktionieren?
+Vollgeld ist die Alternative zum Kreditgeld
→ Grundversorgung wird geschaffen und die Selbstbestimmung wächst
+privates Finanzsystem wird zurückgedrängt
→ soll Mittel zum Zweck sein
+Bank sagt nicht, sie gibt einen Kredit, sondern, überschüssiges Geld hat Mehrwertnutzen

www.monetative.de

„Fairmondo: Genossenschaft (eG) 2.0“
+Schutz von wichtigen Grundprinzipien durch in der Satzung festgelegt nötige 9/10 Mehrheit
+kleine Arbeitsgruppe gegründet
→ faire Produkte gezielt unterstützen („Reverse Marketing“, 2h monatlich)

https://www.fairmondo.de/

+Warum funktioniert die Kooperation zwischen eGs nicht? (Nur mit Not?)

Workshop Block III
„Genossenschaften im Wandel & Italien“
spannend für Genossenschaftsreform → „kleine eG“ / „Koop“ gesellschaftspolitisch voranzubringen

(http://winheller.com/blog/auf-dem-weg-zur-klein-genossenschaft-aktuelle-vorschlage-fur-eine-kooperativgesellschaft-haftungsbeschrankt/     ;    http://www.solidarische-oekonomie.de/index.php/news-forum-soe/251-kampagne-kooperativ-gesellschaft   )

Möglichkeiten in Italien wären auch für Deutschland toll: das Marcora Gesetz

→ 3% eG Überschüsse fließen in Fonds zur Genossenschaftsförderung
→ 30% Gewinn müssen in Zwangsrücklagen überführt werden
→ können auch in eG Förderungsfonds überführt werden
→ Betriebe können durch Vergenossenschaftlichung von der Belegschaft vor der Insolvenz gerettet werden:

Mitarbeiter, die bereit sind, den Betrieb zu übernehmen und als
Genossenschaft weiter zu führen, können Antrag stellen auf die
Unterstützung nach dem Marcora Gesetz: die CFI (Genossenschaft von
Produktivgenossenschaften) prüft den Geschäftsplan, investiert Gelder
vom Ministerium (die nur für 10 Jahre geliehen werden) im Verhältnis 1:1
zu den Anteilen der Mitglieder (ursprünglich 3:1, dann verwässert auf
Druck der EU Kommission) und berät und begleitet die Arbeiter, die jetzt
eigene Unternehmer geworden sind. Die Arbeiter haben ein Vorkaufsrecht
auf Anlagen, Maschinen, Gebäude usw. der insolventen Firma aus der
Konkursmasse und die CFI mobilisiert auch andere Kredite von
Genossenschaftsfonds – wenn der Geschäftsplan Aussicht auf Erfolg hat.
Das funktioniert heute noch und hilft viele Beschäftigte, in der Krise
ihre Arbeitspälätze zu retten. Oft wird auch die Produktion in eine
sinnvollere und umweltfreundlichere konvertiert. (Video von Paul Hawken)

Der Link um Beispiele zu verfolgen:
workercontrol.net

„Jemeinschaftseigentum – AG – ad absurdum“

Interessantes Konzept um zum Denken anzuregen: über Produkte Leute zu Verantwortung inspirieren, insbesondere politisch.

Empfehlung aus Vortrag: Mindestanzahl von Mitgliedern im Jahr durch eV aufnehmen um Kontroll- bzw „Gemeinwohlankerungs-„funktion nachhaltig ausüben zu können.

www.j-ag.info 

 

Finanzen:

Insgesamt sind 190€ an Teilnahmebeiträgen zusammen gekommen. 50€ wurden für Essen aufgewendet und 140€ wurden soeben dem Gangway eV gespendet. (10€ fürs Bier kamen seperat zusammen, sodass kein Alkohol quer finanziert wurde.)

Vielen Dank!

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